Alterationen der Stammtöne

Die Namen der schwarzen Tasten auf der Klaviertastatur werden von den Stammtönen abgeleitet. Diese Ableitungen nennt man Alterationen.

Dazu verwendet man die Zeichen „#“ (gespr: Kreuz) und „b“ (gespr.: be).

#-Alteration

# bedeutet, dass der Stammton 1 Halbton höher gespielt wird.

Auf der Klaviertastatur ist das 1 Taste nach rechts.
Auf dem Gitarrengriffbrett 1 Bund nach rechts.

b-Alteration

b bedeutet, dass der Stammton 1 Halbton tiefer gespielt wird.

Klavier: 1 Taste nach links.
Gitarre: 1 Bund nach links.

Die internationalen Namen

Der internationale Name für # ist „sharp“ (gespr. schaarp). „sharp“ bedeutet „scharf“.
Der internationale Name für b ist „flat“ (gespr. flät). „flat“ bedeutet „flach“.

Merke:

# - 1 Halbtonschritt nach rechts (= höherer Klang).
b - 1 Halbtonschritt nach links (= tieferer Klang).

Die Alterationen auf dem Klavier

c#

Gehen wir von der c-Taste 1 Halbtonschritt nach rechts, kommen wir zu einer schwarzen Taste. Diese Taste hat den Namen c#.

c# spricht man international c-sharp, im Deutschen cis.

gb

Gehen wir von der g-Taste 1 Halbtonschritt nach links, kommen wir zu einer schwarzen Taste. Von g aus betrachtet hat diese Taste den Namen gb.

gb spricht man international g-flat, im Deutschen ges.

Eine Taste – zwei Namen

Auf dem Bild der Tastatur siehst du, dass jede schwarze Taste zwei Bezeichnungen hat.

Das ist deshalb so, weil ich jede schwarze Taste von links oder rechts betrachten kann.

Klaviertastatur mit den internationalen Notennamen der schwarzen Tasten

Nehmen wir die g-Taste als unserer Ausgangston. Die schwarze Taste links davon heißt gb (ges).

Nehmen wir die f-Taste als unserer Ausgangston. Die schwarze Taste rechts davon heißt f# (fis).

Bei f# und gb handelt es sich also um die gleiche Taste.

Für die Gitarre gilt das gleiche. Der Ton im Bund zwischen f und g kann fis oder ges heißen.

Die Namen der Alterationen im Deutschen

Die Namen der #-Alterationen

Beim Sprechen hängt man im Deutschen bei #-Alterationen die Silbe „-is“ an den Namen des Stammtons.

Die Notennamen der #-Alterationen

Merke dir die #-Alterationen merkst du dir am besten in der Reihenfolge, wie sie in der Notenschrift als Vorzeichen benutzt werden.:

fis-cis-gis-dis-ais-eis-his

Die Namen der b-Alterationen

Beim Sprechen hängt man im Deutschen bei b-Alterationen die Silbe „-es“ an den Namen des Stammtons.

Ausnahme: Bei a und e nur ein „s“ .

Aus dem deutschen h wird das deutsche b.

Die Notennamen der b-Alterationen

Merke dir die b-Alterationen am besten in der Reihenfolge, wie sie in der Notenschrift als Vorzeichen benutzt werden.:

b-es-as-des-ges-ces-fes

Tastatur mit den deutschen Bezeichnungen

Klaviertatstatur mit den deutschen Namen der schwarzen Tasten

Es ist sinnvoll, sowohl die internationalen als auch die deutschen Bezeichnungen der Alterationen zu kennen.

Wenn in Deutsch über Notennamen gesprochen wird, werden meistens die deutschen Bezeichnungen verwendet.

Als schriftlich Akkordsymbole haben sich mittlerweile auch in den deutschsprachigen Ländern die internationalen Bezeichnungen durchgesetzt.

Es ist oft so, dass die Bezeichnungen gemischt verwendet werden: Als Akkord steht zum Beispiel Ab und man spricht von As.

Achtung Verwechslungsgefahr

Bei b besteht Verwechslungsgefahr. Man muss wissen, ob die deutsche oder internationale Schreibweise gemeint ist.

Im Deutschen ist der Ton b die b-Alteration von h.

International ist der Ton b der Stammton, der dem deutschen h entspricht.

Weiße Tasten mit doppelten Namen

Wo befinden sich auf der Tastatur eigentlich die Töne fes, ces, eis und his?

Auf den schwarzen Tasten sind diese im Bild oben nicht eingezeichnet. Das ist auch richtig, denn diese Töne befinden sich auf weißen Tasten.

f wird mit b-Vorzeichen zu fes. Dieser Ton ist identisch mit der e-Taste.
c wird mit b-Vorzeichen zu ces. Dieser Ton ist identisch mit der h-Taste.

e wird mit #-Vorzeichen zu eis. Dieser Ton ist identisch mit der f-Taste.
h wird mit #-Vorzeichen zu his. Dieser Ton ist identisch mit der c-Taste.

Warum sagt man nicht einfach c statt his? Weil sich ansonsten musikalische Zusammenhänge in der Notenschrift optisch nicht gut darstellen liesen.